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Körpermagermasse: Was Sie Ist, Warum Sie Wichtig Ist und Wie Man Sie Misst
Körpermagermasse ist das Gewicht von allem in Ihrem Körper außer Fett: Muskeln, Knochen, Organe und Wasser. Erfahren Sie, wie man sie mit den Boer-, Hume- und James-Formeln berechnet.

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Körpermagermasse
Was Körpermagermasse wirklich misst
Stellen Sie sich auf eine Waage und Sie erhalten eine Zahl: das Gesamtkörpergewicht. Diese Zahl umfasst Knochen, Organe, Muskeln, Wasser und Fett. Aber aus gesundheitlicher und sportlicher Perspektive ist die wichtigste Unterscheidung die zwischen Magermasse und Fettmasse. Körpermagermasse (KMM) ist das Gewicht von allem in Ihrem Körper außer Fett. Es ist das metabolisch aktive Gewebe, das Kalorien verbrennt, Glykogen speichert, Bewegung unterstützt und Ihre Organe am Laufen hält.
Die drei klinischen Formeln
Drei Formeln dominieren den klinischen und wissenschaftlichen Einsatz zur KMM-Schätzung aus anthropometrischen Daten. Jede wurde aus unterschiedlichen Populationen und Methoden abgeleitet, weshalb der Vergleich aller drei eine robustere Schätzung liefert als das Vertrauen auf eine einzige Gleichung.
Boer-Formel (1984)
Peter Boer leitete diese Formel aus densitometrischen Studien (Unterwasserwägen) ab. Sie wird in der Pharmakokinetik und klinischen Ernährung weit verbreitet eingesetzt. Für Männer: KMM = 0,407 × Gewicht (kg) + 0,267 × Größe (cm) − 19,2. Für Frauen: KMM = 0,252 × Gewicht (kg) + 0,473 × Größe (cm) − 48,3.
Hume-Formel (1966)
R. Hume entwickelte diese Gleichung anhand von Daten hospitalisierter Patienten. Für Männer: KMM = 0,3281 × Gewicht (kg) + 0,33929 × Größe (cm) − 29,5336. Für Frauen: KMM = 0,29569 × Gewicht (kg) + 0,41813 × Größe (cm) − 43,2933.
James-Formel (1976)
W.P.T. James veröffentlichte diese Formel in einem Regierungsbericht über Adipositas. Sie ist einfacher strukturiert, kann KMM bei Personen mit höherem BMI jedoch unterschätzen. Für Männer: KMM = 1,1 × Gewicht (kg) − 128 × (Gewicht / Größe)². Für Frauen: KMM = 1,07 × Gewicht (kg) − 148 × (Gewicht / Größe)².
Warum Magermasse wichtiger ist als Gewicht
Das Gesamtkörpergewicht ist ein stumpfes Instrument. Zwei Personen mit identischer Körpergröße und gleichem Gewicht können sehr unterschiedliche Gesundheitsprofile aufweisen, je nachdem wie ihr Gewicht zwischen Mager- und Fettgewebe aufgeteilt ist. Eine Person mit hoher KMM und geringer Fettmasse hat ein geringeres metabolisches Risiko, stärkere Knochen und eine bessere Insulinsensitivität.
Für klinische Entscheidungen — Arzneimitteldosierung, Ernährungsunterstützung, chirurgische Planung — verwenden Sie stets validierte Direktmessmethoden wie DEXA-Scan, bioelektrische Impedanzanalyse (BIA) oder Luftverdrängungsplethysmographie. Formelschätzungen sind ein Orientierungswert, kein klinischer Standard.
Wie man Körpermagermasse erhöht
KMM steigt hauptsächlich durch Krafttraining und ausreichende Proteinzufuhr. Die Muskelproteinsynthese wird durch progressive Überlastung stimuliert. Ohne ausreichend Nahrungsprotein (typischerweise 1,6–2,2 g pro kg Körpergewicht täglich für aktiv Trainierende) kann der Körper kein neues Muskelgewebe aufbauen.
Quellen


